Interview: Botschafter Alaa Alshihan unterwegs mit dem KarriereMobil

05.07.2022, Aufsuchende Informationsvermittlung und Beratung, Berlin

Interview: Botschafter Alaa Alshihan unterwegs mit dem KarriereMobil

Am 05.07.2022 fand der vorerst letzte Einsatz des KarriereMobils der HWK Berlin in diesem Jahr statt. Um Interessierte und Ratsuchende noch besser zu erreichen und um für eine berufliche Perspektive im Handwerk zu werben, machte das KarriereMobil auch 2022 wieder einmal Rast an ausgewählten Orten in verschiedenen Berliner Bezirken.

Botschafter*innen des Handwerks erzählen ihre Geschichten

In diesem Jahr konnten die Botschafter*innen des Handwerks das KarriereMobil bei verschiedenen Stationen begleiten. Außer Schulen wie z. B. der Otto-Hahn-Schule in Britz kommen vor allem öffentliche Plätze dafür infrage, interessierte Menschen gezielt zu den Möglichkeiten einer beruflichen Perspektive im Handwerk anzusprechen.

Abschluss der Tour des KarriereMobils mit Botschafter Alaa Alshihan

Am 05.07.2022 legte das KarriereMobil vor den Spandauer Arcaden einen Stopp ein. An diesem Tag mit dabei war der Botschafter des Handwerks Alaa Alshihan. Warum er gerade diese Möglichkeit der Ansprache nutzt, erklärt er so: „Ich will mich engagieren und das Handwerk bekannt machen. Ich will erzählen, dass das Handwerk junge Leute braucht. Im Handwerk hat man über 130 Berufe, in denen man sich ausprobieren kann. Es fehlt an Nachwuchs- und Fachkräften. Für die Gewinnung und die Motivation künftiger Handwerker*innen setzte ich mich ein. Ich möchte Informationen geben.“

Auf die Frage, warum er seinen erlernten Beruf, den des Zahntechnikers, weiterempfiehlt, antwortet er voller Stolz: „Der Patient braucht den Zahnarzt und der Zahnarzt braucht uns. Ohne Zähne kann man nicht essen, trinken, sprechen. Die Zähne sind das Wichtigste im Gesicht. Wir brauchen ein schönes Lächeln, das passend zum Mund ist. Auf die Feinheiten kommt es an.“

Jede Möglichkeit nutzen, um Deutsch zu lernen

Darauf angesprochen, wie, wann und wo er die deutsche Sprache gelernt hat, antwortet Alaa mit einem Lächeln: „In der Schule. Dort habe ich deutsche Freunde kennengelernt. Ich nutze immer noch Sprach-Cafés. Und ich tausche mich immer wieder mit anderen Menschen auf Deutsch aus. Ich schaue deutsches Fernsehen, z. B. die Nachrichten oder auch den Tatort. Und ich höre Radio bei der Arbeit, auf Deutsch. Ich habe sogar meine Handyeinstellungen auf Deutsch. Ich nutze jede Möglichkeit, die deutsche Sprache zu lernen.“

Gefragt nach einem abschließenden Tipp für Menschen, die auf der Suche nach der richtigen Ausbildung sind, rät Alaa: „Informiert euch zunächst über die verschiedenen Berufe. Wenn ihr etwas Interessantes gefunden habt, dann macht ein Praktikum. Durch ein Praktikum bekommt man den besten Einblick in einen Beruf. Oder macht eine Einstiegsqualifizierung. Diese hat mir auch sehr geholfen.“

Wir bedanken uns bei unserem Botschafter Alaa Alshihan, der Ausbildungsinitiative ARRIVO BERLIN und der Handwerkskammer Berlin für diesen Einsatz – und freuen uns, über weitere Einsätze berichten zu können. Denn die Botschafter*innen des Handwerks werden auch künftig in Berlin mobil sein.

Wer die Botschafter*innen des Handwerks selbst für eine Veranstaltung einladen möchte, kann sich bei Irena Büttner melden, der Leiterin des Teilprojekts ARRIVO BERLIN Ausbildungscoaching, unter buettner@hwk-berlin.de oder bei Ruth Pons, Mitarbeiterin für die Öffentlichkeitsarbeit / Kommunikation und Vernetzung bei ARRIVO BERLIN: ruth.pons@bus-projekte.de

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Dr. Johnny Van Hove

Projektleiter der Technischen Koordinierung (TK) ARRIVO BERLIN I BUS gGmbH

Zu den Aufgaben der TK gehören die Vernetzung der zehn Teilprojekte, die Fortbildung des Projektpersonals, die Öffentlichkeitsarbeit für die Initiative und die Zuarbeit zum Fachcontrolling.

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Irena Büttner

Leiterin des Teilprojekts ARRIVO BERLIN Ausbildungscoaching

Das Projekt in Trägerschaft der Handwerkskammer Berlin berät Unternehmen und bietet deren Auszubildenden mit Fluchthintergrund ein individuelles Coaching mit dem Ziel, die Berufsausbildung erfolgreich zu beenden.

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28.06.2022, Podcast „ausbildung4U“ der Handwerkskammer Berlin, Berlin

Botschafterin Kausar Khalil erzählt im Podcast ihre Geschichte

Bildrechte: © Handwerkskammer Berlin

In der aktuellen Folge des Podcasts „ausbildung4U“ der Handwerkskammer Berlin geht es um Auszubildende mit Fluchthintergrund. In diesem Kontext wurden auch unsere Botschafterin Kausar Khalil sowie die Koordinierungskraft Irena Büttner und die Willkommenslotsin Annelise Rothwell der Handwerkskammer Berlin interviewt.

Botschafterin Kausar Khalil: „Ich habe meine Ziele so weit erreicht“

Kausar Khalil ist seit 2015 in Deutschland. „Am Anfang war es nicht einfach ohne Sprachkenntnisse!“, berichtet sie. Aber sie habe sich sehr bemüht, die deutsche Sprache zu lernen, um dann mit diesen Sprachkenntnissen ausprobieren zu können, welche Ausbildung sie beginnen möchte.

Nachdem sie verschiedenste Praktika gemacht hatte, konnte sie sich für den Beruf der Augenoptikerin entscheiden. Mittlerweile hat sie die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, ihre Gesellenprüfung bestanden und arbeitet in einer Optiker-Filiale. Damit hat sie ihre selbst gesteckten Ziele erreicht und ist froh, in ihrem nach eigenen Aussagen „tollen und schönen Beruf“ angekommen zu sein.

ARRIVO BERLIN Ausbildungscoaching

Auf ihrem Weg wurde sie auch von Irena Büttner und dem ARRIVO BERLIN Ausbildungscoaching unterstützt. Die Projektleiterin des ARRIVO BERLIN Ausbildungscoachings Irena Büttner erklärt im Podcast auch das Ziel des Coachings: Zugewanderte sollen individuell beraten werden und Unterstützung beim Spracherwerb, aber auch bei Behördengängen und rechtlichen Fragen erhalten. Damit sollen sie befähigt werden, eine Ausbildung anzufangen und diese vor allem auch erfolgreich abschließen zu können.

Wer alle Hintergründe zu Kausar Khalils Weg und dem ARRIVO BERLIN Ausbildungscoaching erfahren möchte, kann sich den ganzen Podcast anhören: www.hwk-berlin.de/artikel/der-podcast-zur-ausbildung-im-handwerk-ausbildung4u-91,246,488.html

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23.06.2022, Einsatz vor Berliner Senatsverwaltung und Berufsberatung, Berlin

Im Einsatz: Botschafter Hassoumi Moctar Agali erzählt von seinem Weg

Hassoumi Moctar Agali (links) und Irena Büttner (Handwerkskammer Berlin). Bildrechte: © BUS gGmbH

Am 23.06.2022 fand in den Räumlichkeiten der ARRIVO BERLIN Übungswerkstätten ein zweites Vernetzungstreffen zwischen ARRIVO BERLIN und der Agentur für Arbeit Berlin Nord statt. Um 10 Uhr begann die Veranstaltung, auf der auch der Botschafter Hassoumi Moctar Agali seinen Auftritt hatte.

Vor den Vertreter*innen der Berufsberatung, den Leitungskräften der Agentur für Arbeit Berlin Nord und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie erzählte er, wie er zu seinem Beruf kam.

Bäcker und Botschafter sein

Als Bäcker hat er gerade erst seine Arbeitsstätte verlassen, um den Einsatz als Botschafter wahrzunehmen. Er erzählte auch, was ihm an dem Beruf gefällt und wieso er Bäcker wurde, und beantwortete die Fragen der Teilnehmenden.

Nach dem abschließenden Austausch zwischen den Netzwerkpartner*innen vor Ort, bei dem auch weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit und die Integration von alleinerziehenden Migrant*innen diskutiert wurden, endete die Veranstaltung mit einem Rundgang durch die Übungswerkstätten.

Wer mehr zur Veranstaltung erfahren möchte, kann hier den ganzen Bericht von ARRIVO BERLIN nachlesen: blog.arrivo-berlin.de/ausbildung-sicherer-arbeitsplatz-und-sichere-zukunft

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30.05.2022, Berliner Botschafter*innen stellen sich vor, Berlin

Im Einsatz: Botschafterinnen und Botschafter aus Berlin

Die sechs Botschafter*innen, die von ARRIVO BERLIN und der Handwerkskammer vor Ort betreut werden, konnten schon einige Einsätze absolvieren: Neben dem ersten Austauschworkshop, bei dem sie vor allem ihre Motivation und ihre Rollen definierten, fanden bereits weitere Veranstaltungen statt.

Vielfältige Einsätze der Botschafter*innen

So konnten die Botschafter*innen junge Zugewanderte bei einer BOF-Maßnahme (Berufliche Orientierung für Zugewanderte) über ihre Berufe informieren. Zaid Ali Kadhim Al Jaafari und Alaa Alshihan waren zudem zu Gast beim Podiumsgespräch der digitalen Fachveranstaltung „Integration. Made in Berlin. Geflüchtete auf dem Berliner Ausbildungsmarkt“ von ARRIVO BERLIN. Dort konnten sie den Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft erzählen, wie sie ihren Weg ins Handwerk gefunden haben und wer sie dabei unterstützte.

Auch zu einer Fragerunde in einer neunten Klasse in Lichtenberg waren sie im Rahmen des Programms Vertiefte Berufsorientierung (BVBO 2.0) eingeladen. Dort beantworteten sie unter anderem Fragen zu ihren Berufen und gaben den wichtigen Tipp, Praktika zu machen, bevor man sich für eine Ausbildung entscheidet. Auch beim Ausbildertag des Berliner Handwerks wurden die Botschafter*innen vorgestellt.

Einsätze mit dem KarriereMobil der Handwerkskammer

In den nächsten Wochen werden die Botschafter*innen mit dem KarriereMobil der Berliner Handwerkskammer unterwegs sein. Alternativ zu Jobmessen werden sie mobil auf öffentlichen Plätzen und Schulhöfen über Ausbildungsmöglichkeiten informieren und Interessierte beraten.

Hier findet sich die ausführliche Berichterstattung zu den Einsätzen:
https://blog.arrivo-berlin.de/das-hat-richtig-spass-gemacht/

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24.05.2022, KarriereMobil der Handwerkskammer Berlin, Berlin

Botschafter Essam Al-Hadidi im Einsatz

© Irena Büttner, Handwerkskammer Berlin

Am 24.05.2022 konnte der Botschafter Essam Al-Hadidi einen Einsatz des KarriereMobils der Handwerkskammer Berlin begleiten. Mit dem Mobil ging es zur Otto-Hahn-Schule in Berlin-Britz, wo Schüler*innen der Willkommensklassen und Zehntklässler*innen beraten wurden. Auch einige Eltern waren anwesend und informierten sich über die Möglichkeiten einer Ausbildung im Handwerk.

Essam Al-Hadidi konnte gleich drei der anwesenden Schüler*innen auf Arabisch beraten und ihnen von seinem Weg ins Handwerk berichten. Auch der Wunsch nach Informationen zur Berufsorientierung und nach Erstinformationen wurde geäußert und der Botschafter konnte den Kontakt zu den ARRIVO BERLIN Übungswerkstätten weitergeben. Der rege Austausch kam nicht nur bei den Teilnehmenden gut an, sondern auch der Botschafter hatte Spaß an seinem Einsatz.

Weitere Einsätze des KarriereMobils der Handwerkskammer Berlin sind geplant: www.hwk-berlin.de/artikel/karrieremobil-starte-jetzt-deine-ausbildung-91,0,442.html

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28.03.2022, Neuigkeiten zur Initiative, Düsseldorf

Handwerkskammer Erfurt als neue Kooperationspartnerin

Wir begrüßen die Handwerkskammer Erfurt als neue Kooperationspartnerin unserer Initiative. Als siebte Partnerorganisation wurde die Handwerkskammer im März dieses Jahres in das BBH-Netzwerk aufgenommen.

Die Handwerkskammer engagiert sich seit Jahren für die Gewinnung von Ausbildungs- und beschäftigungsinteressierten Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund und deren Integration in das Mittel- und Nordthüringer Handwerk. Mit der 2020 gestarteten Initiative „Ausbildungsbotschafter“ existiert bereits ein Peer-to-Peer-Ansatz, um Schüler*innen anzusprechen und über die Ausbildung im Handwerk zu informieren.

Botschafter*innen vermitteln Chancen des Handwerks

Durch die Beteiligung an der Initiative sollen mit dem Peer-to-Peer-Ansatz der Botschafter*innen gezielt Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund angesprochen und diese für eine Karriere im Handwerk und fürs Ehrenamt begeistert werden. Damit sollen mehr Personen mit Flucht- und Migrationshintergrund von den Chancen und Möglichkeiten der dualen Aus-, Weiter- und Fortbildung erfahren und Fachkräftepotenziale für das Mittel- und Nordthüringer Handwerk erschlossen werden.

Netzwerkarbeit in der Region

Nach Vorabgesprächen und einem ersten Online-Austausch von HWK und ZWH konnte sich Magdalena Szypa (Grundsatzaufgaben Bildung) bereits mit den Koordinierungskräften der Pilotierungspartner aus Aachen, Hannover und Südthüringen im Rahmen eines Workshops austauschen. Die Workshopergebnisse zum professionellen Ehrenamtsmanagement und das Begleitangebot der ZWH werden das Team der regionalen Koordinierung der HWK Erfurt bei der Implementierung der Initiative im Kammerbezirk unterstützen.

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HWK-Erfurt Ansprechperson: Magdalena Szypa

Magdalena Szypa

Regionale Koordinierung der Initiative

Grundsatzaufgaben Bildung

mszypa@hwk-erfurt.de

Tel.: +49 361 67 07 5111

HWK-Erfurt Ansprechperson: Ina Bechmann

Ina Bechmann

Regionale Koordinierung der Initiative

Projekt FIF

iBechmann@hwk-erfurt.de

Tel.: +49 361 67 07 5341

Aileen Reichenbach

Regionale Koordinierung der Initiative

Projekt Willkommenslotsen

areichenbach@hwk-erfurt.de

Tel.: +49 361 67 07 5460

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15.03.2022, Fachveranstaltung „INTEGRATION. MADE IN BERLIN.“, Berlin

Berliner Botschafter berichten über ihre Erfahrungen

Am 15.03.2022 fand die Online-Fachveranstaltung „INTEGRATION. MADE IN BERLIN. Geflüchtete Menschen auf dem Berliner Ausbildungsmarkt. – Erreichtes. Künftiges. Good Practices.“ von ARRIVO BERLIN statt. Die Veranstaltung richtete sich an Personen, Projekte und Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft und wurde von über 200 Teilnehmenden besucht.

Nach der Einführung in die Veranstaltung durch die Moderatorin Merve Navruz begrüßten Katja Kipping, die Berliner Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, und Dr. Johnny van Hove, Projektleitung der Technischen Koordinierung ARRIVO BERLIN / BUS gGmbH, das Publikum. Mit einem Rückblick auf die letzten acht Jahre von ARRIVO BERLIN startet Dr. Johnny Van Hove den inhaltlichen Teil der Konferenz.

Botschafter als Experten eingeladen

Nach Impulsvorträgen von Margrit Zauner, Leiterin der Abteilung Arbeit und Berufliche Bildung bei der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, und Oliver Kurz, Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit Berlin-Brandenburg (Fachbereich Marktentwicklung/Migration), wurde um 11 Uhr die Podiumsdiskussion eröffnet. Diese wurde durch das Team von ARRIVO BERLIN moderiert und begleitet.

In der Diskussion „Theorie meets Praxis“ äußerten sich vor allem die zwei Botschafter als eingeladene Experten: Alaa Alshihan und Zaid Ali Kadhim Al Jaafari konnten über ihren Weg ins Handwerk berichten.

Spracherwerb als essenzielle Voraussetzung

Beide Botschafter betonten dabei, wie wichtig die Sprache für die Integration für sie gewesen sei. Besonders die Fremdwörter in der Berufsschule seien anfangs schwer zu erlernen gewesen, berichtete Zaid Ali Kadhim Al Jafaari. Aber genau in dieser schwierigen Lage konnte Al Jafaari sich auf den Rückhalt in seinem Betrieb verlassen. Sein Chef, so erzählt er, war immer als Ansprechperson für ihn da und hat auch eine individuelle Sprachunterstützung organisiert.

Sprache, so Alexander Fourrestié (ARRIVO BERLIN Hospitality), sei ein wichtiges Thema, denn auch der Stolz auf die Arbeit, drücke sich oft durch spezielle Wörter und Begriffe aus.

Botschafter fühlen sich wohl in ihren Betrieben

Auch Alaa Alshihan, der seine Ausbildung erst vor Kurzem abgeschlossen hat, betonte, die Sprache sei „das Schwierigste“ gewesen. Aber er habe viel Unterstützung erhalten, auch von ARRIVO BERLIN und von seinem Betrieb. Nach anfänglichem Kennenlernen und Aufeinandereinlassen seien seine Kolleg*innen im Betrieb nun „wie eine Familie“ für ihn. Für die Zukunft wünsche er sich, „dass geflüchtete Menschen irgendwann nicht mehr nur als Geflüchtete angesehen werden, sondern als Bürger dieses Landes“.

Auch Zaid Ali Kadhim Al Jafaari betonte, er verstehe sich gut mit seinen Kolleg*innen und würde gerne weiter Glaser bleiben: „Ich arbeite gerne mit dem Gefühl und mit den Händen und kann mir gut vorstellen, in dem Bereich zu bleiben.“

Gemeinsamer Workshop von VIA e. V. und BBH

Gemeinsam mit dem Regionalbüro Berlin des VIA e. V. – Verein für internationalen und interkulturellen Austausch – führte das Team von BBH auch einen Workshop zum Thema „Community-basierte Ansprache und Kooperation mit Migrant_innenorganisationen“ durch. Der Workshop im Rahmen der Fachveranstaltung stieß auf großes Interesse.

Die Teilnehmenden tauschten sich unter anderem über ihre Erfahrungen mit den Kooperationen von Migrantenorganisationen aus und diskutierten über geeignete Formate zur Ansprache der Zielgruppe der Ratsuchenden in sozialen Medien.

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Irena Büttner

Leiterin des Teilprojekts ARRIVO BERLIN Ausbildungscoaching

Das Projekt in Trägerschaft der Handwerkskammer Berlin berät Unternehmen und bietet deren Auszubildenden mit Fluchthintergrund ein individuelles Coaching mit dem Ziel, die Berufsausbildung erfolgreich zu beenden.

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10.–11.03.2022, Nachbericht zum Ehrenamtsmanagement-Workshop, Berlin

Ehrenamtsmanagement – Kick-off-Workshop für Koordinierungskräfte

Vom 10. bis 11.03.2022 trafen sich die Koordinierungskräfte der Handwerkskammern Aachen, Erfurt, Hannover und Südthüringen sowie die zentrale Koordinierung der BBH-Initiative in Berlin zu einem Workshop. Im Meistersaal des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) wurde die Kick-off-Veranstaltung „Professionelles Freiwilligenmanagement planen, einführen und umsetzen“ durchgeführt.
Geleitet wurde der Workshop von Lisa Dürer und Susanna Hölscher von der Akademie für Ehrenamtlichkeit Deutschland.

Austausch im Netzwerk

Obwohl einige Koordinierungspartner*innen verhindert waren, wurde bereits der Auftakt der Veranstaltung für einen regen Austausch genutzt: In der Vorstellungsrunde wurde auch Magdalena Szypa freudig in die Initiative aufgenommen und damit die Handwerkskammer Erfurt als neue Kooperationspartnerin begrüßt.

Alle Anwesenden nutzten die Chance, sich und ihre Bedarfe und erfolgreichen Ansätze der Koordinierung und des Managements der ehrenamtlichen Handwerker*innen vorzustellen und Anknüpfungspunkte bei den jeweils anderen Regionen zu finden. Das „Netzwerken“ und gemeinsame Arbeiten zog sich durch beide Tage.

„Riesenrad der Engagementförderung“ und praktische Übungen

Neben der theoretischen Einführung in die Themen Freiwilligenmanagement und diversitätsorientiertes Freiwilligenmanagement wurde den Teilnehmenden das Thema vor allem durch praktische Übungen nahegebracht: In Gruppen erarbeiteten sich die Teilnehmenden Themen wie „Motivation für ein Ehrenamt“ oder „Möglichkeiten der Unterstützung für ehrenamtlich Tätige“.

Auch das „Riesenrad der Engagementförderung“ wurde als Bild vorgestellt: Die einzelnen Wagons des Riesenrads, die sich alle um die Ansprechperson für die Ehrenamtlichen drehen, können nur mit Ausgeglichenheit der einzelnen Wagons (Aspekte des Freiwilligenmanagements) funktionieren. Dabei müssen die einzelnen Aspekte, wie z. B. „Orientierung und Einarbeitung“ und „Begleitung und Anerkennung“, auch auf einem festen Fundament, den Voraussetzungen, stehen. Dieses Bild verdeutlichte noch einmal die einzelnen Aspekte, die im Ehrenamtsmanagement der Initiative eine Rolle spielen.

Besonders der Unterschied zwischen „traditionellem Ehrenamt“ und „neuem Ehrenamt“ wurde diskutiert: Das neue Ehrenamt als flexibleres und moderneres Ehrenamt wurde insbesondere im Hinblick auf die Anwendung innerhalb der BBH-Initiative und den daraus resultierenden Besonderheiten besprochen. Im Anschluss an die Übungen gab es viele Austauschmöglichkeiten: Trotz unterschiedlich weit vorangeschrittener Umsetzung je nach Region wurden vor allem die Einsatzbereitschaft der BBHs und die Ergebnisse, wie z. B. Videos und Veranstaltungsbesuche, positiv bewertet.

Transfer in die Handwerkskammern und neue Ideen

Die Mittags- und Kaffeepausen an beiden Tagen und ein gemeinsames Abendessen wurden von den Koordinierungskräften ebenso zum Austausch über die Initiative genutzt. Während der Gespräche und Gruppenarbeiten kristallisierten sich so auch neue Ideen für die BBH-Initiative heraus.

Als „Wanderangebot“ entworfen, kam beispielsweise die Idee auf, in einem rotierenden Prinzip ein digitales offenes Treffen pro Handwerkskammer anzubieten, bei dem die Botschafter*innen aus verschiedenen Kammerbezirken sich kennenlernen und austauschen können. Auch ein Netzwerk-Treffen von jeweils immer zwei Handwerkskammern wurde angedacht und generell der Wunsch nach einem dauerhaften, engen Netzwerk zwischen den Regionen über die Zeit des Workshops hinaus geäußert. Zur Fortführung des Begleitangebotes „Freiwilligenmanagement“ und zur Behandlung offen gebliebener Fragen, individueller Bedarfe und spezifischer Themen in den Organisationen und Regionen wurden weitere Workshops mit der Akademie für Ehrenamtlichkeit Deutschland geplant.

Der Workshop fand nach zwei Tagen intensiven Austauschs sein Ende in einer Abschlussrunde, in der vor allem die neu gewonnenen Einsichten, aber auch die neue Verbundenheit innerhalb der Initiative positiv hervorgehoben wurden. Die Teilnehmenden werden nun die Anregungen, entwickelten Lösungen und Ideen in ihre Teams der regionalen Koordinierungsstellen tragen.

Disclaimer: Alle Hygienevorschriften wurden eingehalten, alle Teilnehmenden des Workshops unterlagen der 1G+-Pflicht.

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Michael Saal

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Koordination und Begleitung der Partnerkammern
Ehrenamtlichenmanagement & -qualifizierung

msaal@zwh.de

Tel.: +49 211 302009-45

Hannes Leber

Projektleitung IQ Multiplikatorenprojekt ZWH

Strategische Steuerung und Vernetzung

hleber@zwh.de

Tel.: +49 30 20619-547

Der Botschafter Kasem Shahin und die Koordinierungskraft Hussein Kerri zeigten bei ihrem Einsatz auch das Video des Botschafters Milad Kakone. (Bildrechte: Handwerkskammer Oldenburg)

02.02.2022, Botschafter-Einsatz an berufsbildender Schule, Oldenburg

Botschafter Kasem Shahin vermittelt Wissen über das Handwerk

Zum Thema „Duale Berufsausbildung im Handwerk – berufliche Zukunftsaussichten im Handwerk“ wurden am 02.02.2022 zwei Klassen der berufsbildenden Schule Wechloy in Oldenburg von Hussein Kerri, Koordinierungskraft der BBH-Initiative an der Handwerkskammer Oldenburg, und dem Botschafter Kasem Shahin informiert.

Der Großteil der Teilnehmenden bestand aus Schüler*innen mit Fluchthintergrund, einige haben bereits in ihrem Heimatland einen Schulabschluss absolviert. Zunächst berichtete Hussein Kerri über die Möglichkeiten einer dualen Berufsausbildung im Handwerk und zeigte den Botschafter-Film von Milad Kakone.

Vorstellung von Handwerksberufen schaffen

Die Schüler*innen interessierten sich für die Themen der Ausbildung im Handwerk, für Aufstiegsmöglichkeiten und die Aussicht auf Selbstständigkeit im Handwerk. Vielen Schüler*innen fehlten konkrete Vorstellungen von Handwerksberufen. Sie wollten vor allem wissen, welche Berufe zum Handwerk gehören, und die Verdienst- und Weiterbildungsmöglichkeiten kennenlernen. Auch Fragen zu den Aussichten auf Selbstständigkeit oder zum Beginn eines Studiums wurden in der Gesprächsrunde beantwortet.

Durch den Botschafter-Film erhielten die Schüler*innen einen visuell eindrucksvollen Einblick in die Arbeit als Friseur*in und die Position als Inhaber*in und konnten ihre Fragen hierzu direkt an Hussein Kerri richten.

Botschafter erzählt von seinem Weg ins Handwerk

Zum Abschluss berichtete der Botschafter Kasem Shahin von seinem Alltag im Betrieb und in der berufsbildenden Schule. Er erzählte von seinen Erfahrungen, zum Beispiel wie er seinen Beruf Fahrzeuglackierer fand und welche Unterstützung er insbesondere beim Erlernen der deutschen Sprache bekam. Außerdem erzählte er davon, wie Hussein Kerri ihn bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz unterstützte und wie er während seiner Ausbildung Nachhilfe erhielt und weiter betreut wurde.

Vor allem das Finden des passenden Berufs und Betriebs für die Ausbildung war für die Schüler*innen ein wichtiges Thema. Im Austausch mit den Vortragenden bekundeten sie ihr Interesse an Handwerksberufen wie Elektroniker*in, Friseur*in, Kosmetiker*in, Kfz-Mechatroniker*in und vielen mehr.

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Hussein Kerri

Regionale Koordinierung der Initiative

Berater für Integrationsprojekt "handwerkliche Ausbildung für Flüchtlinge und Asylbewerber (IHAFA)"

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Tel.: +49 441 232-240

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27.01.2022, Planungstreffen in Berlin, Berlin

Berliner Botschafter*innen planen vielfältige Einsätze

Am 27.01.2022 trafen sich die Berliner Botschafter*innen im Meistersaal der Handwerkskammer mit den Koordinierungskräften von ARRIVO BERLIN, um sich über mögliche Einsätze zu informieren und Termine zu planen.

Kausar Khalil, Hassoumi Moctar Agali, Zaid Ali Kadhim Al Jafaari, Alaa Alshihan, Essam Al-Hadidi und Abdulwahab Walizada verständigten sich bei dem Treffen gleich auf mehrere Einsätze.

Vielfältige Einsätze: Einfinden in die Rolle als Botschafter*in

Zwei Botschafter werden zu den Teilnehmenden der BOF-Maßnahme der Glaser-Innung Berlin entsandt (BOF = Berufliche Orientierung für Zugewanderte). Außerdem wurde die Teilnahme der Botschafterin an der Gesprächsreihe „Vorbilder zeigen“ besprochen: Die Gesprächsreihe des Vereins VIA Berlin/Brandenburg soll vor allem dazu dienen, Erfahrungen von Zugewanderten auf dem Arbeitsmarkt weiterzugeben.

Auch bei der Fachveranstaltung „Integration. Made in Berlin – Geflüchtete auf dem Berliner Ausbildungsmarkt“ am 15. März 2022 sind zwei Botschafter für Podiumsgespräche eingeplant. Durch diese ersten Einsätze sollen die neuen Botschafter*innen sich vor allem in ihre Rolle einfinden, aber auch bereits ihre Botschaften formulieren und ihre Erfahrungen weitergeben können.

Unterstützung des KarriereMobils der Handwerkskammer

Auch die Handwerkskammer selbst wollen die Botschafter*innen zukünftig unterstützen, durch Einsätze mit dem KarriereMobil der Berliner Handwerkskammer: Das KarriereMobil wurde ihnen von Teamleiter William Pethe vorgestellt. Ziel des Mobils, das an öffentlichen Plätzen in Berlin hält, ist es, Interessierte, Schüler*innen und Eltern über Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren. Dabei sollen vor allem die Chancen und Karrieremöglichkeiten der verschiedenen Ausbildungen aufgezeigt werden. Da in dieser Ermutigung und dem Aufzeigen der vielfältigen Möglichkeiten auch die Botschaft der Ehrenamtlichen liegt, wurden Einsätze für das Mobil geplant.

Wir wünschen den neuen Botschafter*innen viel Erfolg bei ihren Einsätzen und werden berichten.

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