08.07.2022, Abschlussveranstaltung der BOF-Maßnahme, Hannover

Botschafter Ahmed Moussa tauscht sich mit BOF-Teilnehmenden aus

Die Abschlussveranstaltung der BOF-Maßnahme „Berufliche Orientierung für Zugewanderte“ fand dieses Jahr am 08.07.2022 in der Handwerkskammer Hannover statt. Zuvor wurden von April bis Juli berufsorientierende und ausbildungsvorbereitende Maßnahmen für zehn Teilnehmende angeboten.

BOF-Maßnahme als Vorbereitung auf Handwerksberufe

Die Maßnahmen mit einem hohen Praxisanteil, beispielsweise in verschiedenen Werkstätten (Tischler, Maler und weitere), beinhalten unter anderem ein vierwöchiges Betriebspraktikum in Betrieben und Betriebsbesichtigungen in verschiedenen Gewerken. Zudem erhalten die Teilnehmenden fachbezogenen Deutsch- und Mathematikunterricht, um sie auf die Ausbildungen im Handwerk vorzubereiten. Die Maßnahme beinhaltete zusätzlich Vorträge zu wichtigen Themen wie Aufenthaltsrecht für Asylantragsstellende, Vertragsrecht, Sozialversicherung in Deutschland und vielem mehr. Das Ziel ist es vor allem, neue Fachkräfte und Auszubildende für das Handwerk zu gewinnen und Geflüchtete auf die duale Ausbildung vorzubereiten.

Zur feierlichen Abschlussveranstaltung trafen sich die Teilnehmenden in den Räumen des Campus Handwerk in Garbsen mit dem Organisationsteam der Veranstaltung, dem IHAFA-Team der Handwerkskammer Hannover, Beteiligten aus dem Netzwerkverbund und dem Botschafter Ahmed Moussa. Das Grußwort und den Dank an alle Beteiligten sprach Herr Volker Schmolz, Geschäftsführer des Bereichs Campus Handwerk.

Botschafter Ahmed Moussa als Vorbild

Auch der Botschafter Ahmed Moussa konnte über seinen Weg ins Handwerk erzählen: Nachdem er Kontakt mit der Handwerkskammer aufgenommen hatte, durchlief auch er vor seinem Ausbildungsbeginn eine BOF-Maßnahme. Aufgrund seiner Erfahrung riet er den Teilnehmenden zu Geduld und Engagement, da der Weg über die Beratung bis hin zur fertigen Ausbildung Zeit beanspruche. Aber, so Ahmed Moussa, eine Ausbildung sei der richtige Weg, wenn man ein „gutes Leben“ führen wolle.

So betonte er auch, dass Handwerksberufe oftmals von Zugewanderten unterschätzt werden, sie aber vielseitiger und interessanter seien als angenommen. Heute sei er froh, die Ausbildung abgeschlossen zu haben, und gehe voll in seinem Beruf auf.

Neben seinen Erzählungen beantwortete er auch die Fragen der Teilnehmenden, die nun den gleichen Weg wie er gehen und in ihm ein authentisches Vorbild finden können.

Ausbildungsangebote für die Teilnehmenden

Im Verlauf der Maßnahme erhielten alle Teilnehmenden Ausbildungsangebote in regionalen Betrieben und in den Gewerken Tischlerei, Elektro, Anlagenmechanik und Informationselektronik. Die Maßnahme wurde damit bereits zum siebten Mal erfolgreich durchgeführt. Mit dem Auslaufen der Förderrichtlinie Ende des Jahres enden auch die BOF-Maßnahmen. Die Umsetzung eines vergleichbaren Programms zur Integration und Information junger Zugewanderter wird von der Handwerkskammer Hannover auch in Zukunft angestrebt. Das Beratungsangebot IHAFA in Niedersachsen bleibt jedoch als Anlaufstelle für interessierte Zugewanderte bestehen.

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Torsten Beez

Regionale Koordinierung der Initiative

Berater für Integrationsprozesse im Projekt "Handwerkliche Ausbildung für Flüchtlinge und Asylbewerber (IHAFA)"

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